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Flugplatz Rangsdorf

WECHSELVOLLE GESCHICHTE

Der Flugplatz Rangsdorf entstand in den Jahren 1935/1936 und wurde am 30. Juli 1936 eröffnet. Das NS-Regime errichtete ihn als Land- und Wasserflughafen für Flugsportveranstaltungen der Olympischen Sommerspiele 1936. Zudem eröffnete die Firma Bücker Flugzeugbau im Herbst 1935 ihr Produktionswerk am neuen Reichssportflughafen. Darüber hinaus entstanden am Seeufer Gebäude der Reichssportfliegerschule sowie des deutschen Aero-Clubs. Ab dem Jahr 1939 nutzte die Luftwaffe den Flughafen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Rote Armee den Flugplatz nebst Bücker-Werken und nutzte den Standort bis zum Abzug der sowjetischen Luftstreitkräfte im Jahr 1994. Danach übertrug man das Eigentum an ein Sondervermögen des Bundes. Heute gehören der ehemalige Flugplatz mit den Produktionshallen, der Großteil des Areals, dem Nürnberger Familienunternehmen terraplan. Über die Geschichte des Flugplatzes berichtet auch der rbb.

© Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V.

BU: Damals Vorzeigeflieger: Bücker Bü 133 Jungmeister
Kunstflugzeug Bücker Bü 133 Jungmeister
© Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V.
Sportflieger auf dem Flugfeld Rangsdorf
© Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V.
BU: Flugfeld Rangsdorf – damals Treffpunkt für Sportflieger

Prominenz auf
Bücker-Maschinen

Sternflug und Kunstflugwettbewerb –
während der Olympischen Sommerspiele 1936 war der Flugplatz Rangsdorf Schauplatz internationaler Veranstaltungen.

Liesel Bach war die wohl erfolgreichste deutsche Kunstfliegerin ihrer Zeit und wurde mehrfach inoffizielle Weltmeisterin. Beim Kunstflugwettbewerb zu den Sommerspielen in Rangsdorf wurde sie Zweite. Der Schauspieler Heinz Rühmann zählte zur Prominenz auf dem Flugplatz und startete oft von hier. Seine Flugkünste stellte er auch in „Quax, der Bruchpilot“ unter Beweis.

Am 20. Juli 1944 startete Claus Schenk Graf von Stauffenberg in Rangsdorf mit seinem Adjutanten zum Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreußen, wo er zur Beendigung des Krieges und der nationalsozialistischen Diktatur das Attentat auf Hitler beging. Anschließend kehrte er wieder hierher zurück. Das Attentat scheiterte, Stauffenberg wurde hingerichtet. An das Ereignis erinnert ein Gedenkstein am Rangsdorfer See.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz zum Standort der Luftwaffe umfunktioniert. Er fungierte im Winter 1939/40 als Ersatzflughafen für Berlin-Tempelhof. Nach Kriegsende wurde der Flugplatz von den sowjetischen Truppen bis zu deren Abzug 1994 genutzt.

BU: Kunstfliegerin Liesel Bach
Kunstfliegerin Liesel Bach
© Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V.
Graf von Stauffenberg Claus Schenk
© IMAGO
BU: Claus Schenk Graf von Stauffenberg
BU: "Quax, der Bruchpilot" – Heinz Rühmann
„Bruchpilot“ Heinz Rühmann im Gespräch
© IMAGO

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